Ausgehender Link


Ausgehender Link

Als ausgehende Links werden all diejenigen Links einer Webseite bezeichnet, die auf ein Linkziel verweisen, das auf einer anderen Webseite liegt. Ein Synonym für „ausgehender Link“ ist auch „externer Link“ oder „outbound link“. Er ist somit das Gegenstück zum internen Link, der auf Unterseiten der gleichen Webseite verweist. Die Zahl der ausgehenden Links kann maßgeblich für die Bewertung einer Webseite durch Suchmaschinen wie Google sein. Aus der Perspektive der Webseite, welche den ausgehenden Link erhält, spricht man auch von Backlink, eingehendem Link oder Rückverweis.

Ausgehender Interner Link

Hierbei kann man grundsätzlich zwei Arten unterscheiden:

VERTIKALE VERLINKUNG

Die Navigation muss sicher stellen, dass möglichst jede Unterseite mit drei oder vier Klicks von der Startseite erreichbar ist.

HORIZONTALE VERLINKUNG

Mit Related Content Links und anderen themenspezifischen Verweisen auf der Seite wird sicher gestellt, dass ähnliche Inhalte miteinander verlinkt werden.

Google spricht davon, dass man möglichst maximal 100 ausgehende Links auf einer Seite hat. Man kann jedoch davon ausgehen, dass Beitrags- oder Produktdetail-Seiten besser nur maximal 60 ausgehende Links beinhalten. Starke Start- und Kategorie-Seiten dürfen deutlich mehr Links aufweisen.

Ausgehender externer Link

Die Verlinkung ist so etwas wie die Durchblutung im Internet. Webmaster und Redakteure empfehlen mit einem externen Link eine andere Webseite. Dies haben sich die Google-Gründer zunutze gemacht, und die Verlinkung als grundlegenden Teil des Algorithmus eingebaut. Entsprechend wichtig sollte jeder ausgehende externe Link genommen werden: Er empfiehlt dem User und dem Google Crawler eine andere Seite und gibt dieser sein Vertrauen.

Da ausgehende Links für Google die wichtigste Währung sind, kann man davon ausgehen, dass der Einsatz von externen Links nicht bestraft wird. Allerdings sollte man auf folgende Punkte bei der externen Verlinkung achten:

  • Zu viele externe Links schwächen das Ranking der Seite. Ein, zwei oder drei externe Links sind aber kein Problem.
  • Es darf nur auf vertrauenswürdige Seiten verlinkt werden – da sonst Verdacht auf Bad Neighbourhood besteht. Soll trotzdem auf eine zweifelhafte Seite verlinkt werden, sollte ein Nofollow Link eingebaut werden.
  • Bezahlte (Werbe-)Links sollten auch mit dem Nofollow-Attribut entwertet werden.

Ausgehende externe Links vs. ausgehende interne Links

Manchmal werden ausgehende Links in SEO-Kreisen auf eine andere Weise spezifiziert und es wird grundsätzlich jeder Link der von einer Webseite auf eine andere Webseite verweist, als ausgehender Link bezeichnet. Dabei wird jedoch differenziert, zwischen einem ausgehendem externen Link (er verweist auf ein Linkziel außerhalb der gleichen Domain) und einem ausgehenden internen Link (er verweist auf ein Linkziel innerhalb der gleichen Domain). Allgemein haben sich jedoch die Begriffe „ausgehende Link“ und „interne Link“ bewährt.

Ausgehende Links und PageRank

Es wird davon ausgegangen dass die Zahl der ausgehenden Links einer Webseite den sogenannten Linkjuice bzw. die Linkpower und somit die Weitergabe von PageRank beeinflusst. Also je mehr ausgehende Links eine Webseite oder spezifischer, eine Unterseite hat, desto geringer ist die Linkpower, die sie weitergeben kann. Wer von einem hohen PageRank profitieren möchte, den eine Seite weitergibt, sollte demnach darauf achten, dass nicht zu viele ausgehende Links auf der linkgebenden Seite platziert sind.

Folgen für SEO

Unabhängig vom PageRank und anderen Metriken ist es in SEO-Kreise umstritten, wie hoch die Anzahl der ausgehenden Links sein darf, damit die betreffende Website nicht von einer Penalty betroffen ist oder sie von Suchmaschinen als Linknetzwerk interpretiert wird. Fest steht jedoch, dass wahllos, unstrukturiert und massenhaft gesetzte ausgehende Links eher schädlich für den Trust einer Website sind. Wichtig wäre für das setzen von ausgehenden Links:

  • dass sie thematisch zur linkgebenden Seite passen oder dem User durch Zusatzinformationen einen Mehrwert vermitteln
  • dass sie auf keine Spamseite oder nicht-vertrauenswürdige Seite verweisen, da sonst die linkgebende Website von Bad Neighbourhood bedroht ist
  • dass die Anzahl der ausgehenden Links immer beschränkt bleibt, es sei denn es handelt sich um einen echten Linkhub mit einem faktischen Nutzen für den User

Wer sicher gehen möchte, dass seine ausgehenden Links von Google und anderen Suchmaschinen überhaupt nicht bewertet werden, sollte die Links mit dem nofollow-Attribut kennzeichnen. Dies gilt in gleichem Maße für Werbelinks.

Grundsätzlich sollte gesunder Menschenverstand ausreichen, um die Anzahl an ausgehenden Links zu begrenzen. Als Beispiel: warum sollte eine Seite über Hundefutter auf PC-Magazine, zu Kreditinformationsseiten oder Autowerkstätten verweisen? Oder warum sollten in einem Beitrag mehr als zwei oder drei ausgehende Links zu finden sein, der weniger als 50 Wörter aufweist? Ein Link ist immer eine Empfehlung einer Website für eine andere Website. Als SEO oder Webmaster sollte ich mich demnach immer fragen, ob ich es vertreten kann, genau diese Website zu empfehlen. Wenn daran Zweifel bestehen, sollte der ausgehende Link nicht gesetzt werden.

 

Quelle: OnPage.org